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„Das hält doch eh nicht.“ „Da muss man großzügig klecksen.“ „Einfach mit Essig drüber.“ Rund um Klebstoff, Silikon, Schimmel und Malerkrepp halten sich Sprüche, die auf der Baustelle, im Baumarkt und in Familien-WhatsApp-Gruppen seit Jahren weitergegeben werden – und bei jedem zweiten Renovierungsfrust schuld sind.
Wir haben als Fachhandel für Kleben, Abdecken & Abdichten die häufigsten Irrtümer aus Beratung, Reklamationen und Werkstatt gesammelt und im Praxis-Check zerlegt. Stand: September 2026. Das Ergebnis: 7 Mythen, die dich Material, Zeit und im schlimmsten Fall die Kaution kosten – plus die Lösungen, die nachweislich funktionieren.
Der Name verführt. Der klassische UHU Alleskleber klebt tatsächlich extrem viel: Holz, Papier, Pappe, Leder, Filz, Kork, viele Kunststoffe, Metall und Glas in Kombination mit anderen Materialien. Aber eben nicht alles – und nicht alles gleich gut.
Die Wahrheit: Auf PE, PP, PTFE (Teflon), Silikon, Styropor und dauerhaft nassen oder heißen Flächen stößt ein lösungsmittelhaltiger Alleskleber an seine Grenzen. Für Styropor löst er das Material sogar an. Für glatte, unporöse Flächen, flexible Verbindungen und tragende Verklebungen brauchst du andere Systeme: Kontaktkleber, 2K-Epoxid, Montagekleber auf SMP-/Hybridbasis oder Sekundenkleber-Gel mit Primer.
Merksatz vom Profi: Alleskleber ist der Hausarzt – für Diagnose „Bruchstelle“ oft richtig, für Operation „tragende Verbindung am Stein“ brauchst du den Spezialisten.
Dieser Mythos verursacht die meisten Reklamationen überhaupt. Da wird die Raupe fingerdick auf die Sockelleiste gelegt, das Regal schwimmt auf Kleber – und eine Woche später liegt alles wieder unten.
Die Wahrheit: Klebstoff härtet über Verdunstung, Feuchtigkeit oder chemische Reaktion. Zu dicke Schichten schließen Lösungsmittel ein, bilden Haut und bleiben innen weich. Bei Sekundenkleber verhindert zu viel Material sogar die Aushärtung, bei Silikon verzögert es sie um Tage, bei Holzleim quillt es unkontrolliert heraus.
Wer das beachtet, erlebt die Überraschung: Eine 200-g-Tube UHU Universal Montagekleber reicht für mehrere Meter Sockelleisten, Kabelkanäle und Haken – weil wenig, richtig verarbeitet, mehr trägt als viel, falsch verarbeitet.
Der Klassiker in jeder Mietwohnung-Diskussion. Hintergrund: Viele haben es einmal mit Doppelklebeband aus dem Euro-Laden an Raufaser versucht – natürlich ist das Badregal nachts um drei gekracht.
Die Wahrheit: Moderne Montagekleber auf SMP-/Hybridbasis tragen pro Kartusche mehrere hundert Kilo Scherlast auf geeignetem Untergrund – auf Beton, Vollstein, Putz, Fliese, Holz und Metall. Entscheidend ist nicht „kleben oder bohren“, sondern welcher Kleber auf welchem Untergrund mit welcher Vorbehandlung.
| Vorhaben | Falsche Lösung (Mythos) | Richtige Lösung (Praxis) |
|---|---|---|
| Waschtisch-Accessoires, Spiegel, Haken auf Fliese | Nägel, Saugnäpfe | Montagekleber + entfetten + 72 h Aushärtung |
| Gartenmauer, Randsteine, Sockel außen | Zement anrühren für 2 Steine | MEM Stein-Kleber Fix & Fertig aus der Kartusche |
| Schwere Lasten innen + außen (Regalträger, Leisten, Platten) | Alleskleber dick auftragen | MEM Montage-Kleber Allground Mega Power mit hoher Anfangshaftung |
Praxisbeispiel: Was im Altbau-Putz bröselt, hält nach Grundierung mit MEM Super Tiefgrund und Entstaubung plötzlich bombenfest. Was auf staubiger Betonwand versagt, hält auf derselben Wand nach Abfegen, Entfetten und vollflächiger Raupe dauerhaft. Nicht der Kleber war schuld – die Vorbereitung war es.
Ausnahme ehrlich benannt: Dauerhaft nasse, ölige, bituminöse oder sandende Untergründe ohne Vorbehandlung, sowie sicherheitsrelevante Befestigungen über Kopf ohne Zusatzsicherung (z. B. schwere Deckenlasten) gehören weiter gedübelt oder vom Profi geprüft.
Gerade im Herbst, wenn Kamin und Ofen wieder laufen, sehen wir den gefährlichsten Irrtum: Risse an Ofentür, Rauchrohr oder Herd mit normalem Sanitär-Silikon „abgedichtet“. Das wird braun, rissig – und im schlimmsten Fall undicht für Rauchgase.
Die Wahrheit: Standard-Silikon verträgt dauerhaft rund 150 °C, kurz etwas mehr. An Ofen, Kamin, Auspuff, Motor oder Backofen werden 250–300 °C und mehr erreicht, dazu ständiger Wechsel heiß-kalt. Dafür brauchst du eine echte Hochtemperatur-Dichtmasse.
Die UHU Hochtemperatur Silikon Dichtungsmasse in Schwarz (80 ml) ist genau für diesen Zweck gemacht: hitzebeständig bis +300 °C, öl-, fett- und vibrationsfest, für Metall, Glas und viele Kunststoffe an Motor, Pumpe, Heizung und Ofen-Umfeld. Kleine Tube, große Wirkung – weil du für eine Ofenscheiben-Naht oder Ventildeckel-Dichtung keine 300-ml-Kartusche + Pistole brauchst.
Kein Mythos hält sich hartnäckiger. Essigessenz riecht nach „Hausmittel das wirkt“, der schwarze Fleck wird erst blass – und kommt drei Wochen später größer wieder. Überstreichen ohne Ursachenbekämpfung sperrt die Feuchte erst recht ein.
Die Wahrheit: Essig auf mineralischem Putz neutralisiert sich selbst, auf Kalkputz verpufft die Wirkung, und die Sporen in der Tiefe überleben. Was du brauchst, ist ein Zweischritt: 1. Befall wirksam entfernen und desinfizieren, 2. Ursache (Wärmebrücke, falsches Lüften, aufsteigende Feuchte) abstellen.
Für Schritt 1 ist der MEM Schimmel-Vernichter in der 500-ml-Sprühflasche gemacht: aufsprühen, einwirken lassen, abwischen – ohne Schrubben bis auf den Putz. Er bleicht nicht nur die Verfärbung, sondern erfasst den oberflächlichen Befall auf Fliesenfugen, Silikon, Wänden und Decken im Bad, Schlafzimmer und Keller. Danach gründlich lüften und die Fläche vollständig trocknen lassen.
Wichtig: Bei Schimmel immer mit Handschuhen, Maske und offenem Fenster arbeiten, Textilien und poröse Fugen großzügig behandeln, nie trocken abbürsten (verwirbelt Sporen). Und nach der Behandlung: Möbel von Außenwänden abrücken, Stoßlüften statt Kipplüften, Raumtemperatur nicht unter 16 °C fallen lassen.
Wer das glaubt, kennt das Bild: Farbe unterlaufen, Fasern auf der frischen Lackkante, Klebereste auf dem Parkett, die sich nur mit Verdünnung lösen lassen. Der „gesparte“ Euro kostet einen Samstag Nacharbeit.
Die Wahrheit: Abklebeband ist Präzisionswerkzeug. Billiges Papier saugt Farbe auf, reißt beim Abziehen und klebt nach 2 Tagen Sonne so fest, dass der Putz mitkommt. Profibänder unterscheiden sich in Träger, Klebkraft, Kantenschärfe und Rückstandsfreiheit – und genau danach musst du wählen.
Profi-Regel für September-Renovierung: Band immer auf sauberen, trockenen Untergrund fest andrücken (mit Spachtel an der Kante), Farbe von der Bandkante weg rollen, Band im leicht feuchten Zustand im 45°-Winkel abziehen. Länger als vom Hersteller angegeben kleben lassen – gerade bei Spätsommersonne – rächt sich immer.
Nach Wasserschaden oder Schimmelbehandlung heißt es oft: „Einfach heizen, das zieht schon raus.“ Gleichzeitig wird auf sandendem Altputz direkt mit Dispersion überstrichen – und nach einem Winter blättert alles in Placken ab.
Die Wahrheit: Eine dauerfeuchte Wand trocknet nicht „von allein“, solange Feuchte nachkommt – von unten, außen oder durch Kondensat. Und ein saugender, sandender Untergrund saugt dem Kleber, Mörtel oder der Farbe das Bindemittel weg, bevor es haften kann. Tiefgrund verfestigt die Oberfläche, egalisiert die Saugfähigkeit und schafft erst die Tragfähigkeit für alles, was danach kommt.
Der MEM Super Tiefgrund (1 l) ist für saugende und nichtsaugende Untergründe formuliert – also für Altputz, Beton, Gipskarton und Estrich vor Farbe, Fliese, Putz oder Kleber. Auftragen, trocknen lassen, erst dann kleben oder streichen. Ein Liter reicht je nach Saugfähigkeit für viele Quadratmeter und entscheidet über Jahre Haltbarkeit.
Fazit aus allen 7 Mythen: Nicht das Material versagt – fast immer versagt die Annahme dahinter. Wer Untergrund, Temperatur, Menge und Aushärtezeit respektiert, klebt, dichtet und streicht einmal und richtig. Und spart sich den zweiten Anlauf, der immer teurer ist als das richtige Produkt beim ersten Mal.
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